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Information
über den KV-Abschluss Eisen-/Metallindustrie 2009 |
Die Kollektivvertragsverhandlungen 2009 wurden am 16. November 2009 in der 5. Verhandlungsrunde abgeschlossen.
Hauptergebnisse:
1. Erhöhung
der Mindestlöhne und -gehälter um 1,5 %.
2. Erhöhung
der IST-Löhne und -gehälter um 1,45 %.
3. Erhöhung
der kollektivvertraglichen Zulagen, Aufwandentschädigungen,
Lehrlingsentschädigungen um durchschnittlich 1,45 %.
4. Erfolgsabhängige Das kollektivvertragliche
Kilometergeld soll entsprechend der bevorstehenden Änderung der
Reisegebührenvorschrift hinsichtlich der Geltungsdauer im KV angepasst werden.
5. Klarstellung
zur Aufwandentschädigung, dass eine Dienstreise auch bei Fahrten, mit denen die
Arbeitspflicht erfüllt wird, vorliegt.
6. Vereinbarung,
dass unmittelbar nach Abschluss der KV-Verhandlungen Gespräche über eine
Neugestaltung der erweiterten Bandbreite in der Arbeitszeit aufgenommen und
bis 31.3.2010 abgeschlossen werden, sodass die Regelung mit 1.5.2010 in
Kraft tritt.
Die Kollektivvertragsparteien kommen überein, unmittelbar nach
Abschluss der Kollektivvertrags-Verhandlungen 2009 zielgerichtete Gespräche
über eine Neugestaltung der Erweiterten Bandbreite im Kollektivvertrag
aufzunehmen.
Die Kollektivvertrags-Parteien stimmen überein, dass die
wirtschaftliche Entwicklung zusätzliche Flexibilität von den heimischen
Betrieben und ihren Beschäftigten verlangen wird. Diesem Erfordernis soll in
einer für beide beteiligten Partner akzeptablen Form entsprochen werden.
Diese Gespräche werden mit dem Ziel geführt, bis 31.3.2010
konkrete Verhandlungsergebnisse zu erzielen, die mit 1.5.2010 in Kraft treten.
Die
Erweiterte Bandbreite NEU soll eine weiterentwickelte Grundlage der
betrieblichen Arbeitszeit-Regelungen sein.
7. Eine
erfolgsabhängige Einmalzahlung in Abhängigkeit von der EBIT-Quote wie in
den vergangenen Jahren ist diesmal in Anbetracht der Gesamtauswirkung nicht
vorgesehen, ohne Präjudiz für die künftige Vorgangsweise.
8. Geltungsbereich:
FV der Bergwerke und eisenerzeugenden Industrie,
FV der Fahrzeugindustrie,
FV der Gießereiindustrie,
FV der Maschinen- und Metallwarenindustrie,
FV der NE-Metallindustrie sowie
FV der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen
9. Geltungsbeginn: 1.11.2009
In Anbetracht der schwierigen wirtschaftlichen Lage ist der
Abschluss als schwer errungener Kompromiss, bei dem die Verhandlungen mehrmals
am Rande des Abbruchs standen und vielfach Betriebsversammlungen mit
Streikdrohungen abgehalten wurden, anzusehen.
Die Arbeitgeberseite hat die fixe Absicht deponiert, die
angepeilte Arbeitszeitflexibilisierung, deren Vereinbarung im Rahmen der
Lohnrunde nicht möglich war, in den folgenden Arbeitsgruppengesprächen
umzusetzen.
Im Zusammenhang
mit dem Abschluss erklärte die Gewerkschaft ihre Bereitschaft, notwendige
Vereinbarungen über Personalkostenanpassungen in Betrieben mit erheblichen
wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu unterstützen (auf Basis der Vereinbarungen
zwischen dem Unternehmen und dem Betriebsrat).